Über Mich
Mein persönlicher Weg aus Beziehungsdramen in echte Verbundenheit
Mit 25 Jahren heiratete ich nach mehreren Jahren Beziehung meinen damaligen Partner – obwohl ein Teil von mir als erste Reaktion „Nein, ich will nicht“ sagte und diese Meinung auch nie änderte.
Eigentlich also kein Wunder, dass ich mich nicht einmal ein Jahr später von ihm trennte, oder?
Also warum heiratete ich ihn überhaupt?! Wie konnte ich so eine große, schwerwiegende Entscheidung treffen, wenn ich nicht voll und ganz ‚Ja‘ fühlte? Wenn ich nach einigen Jahren schon aus Erfahrung wusste, dass unsere Beziehung nicht die gesündeste war..
Ich könnte jetzt nur meinem Verstand die Verantwortung dafür überlassen, der mich mit vielen rationalen Gründen davon überzeugt hatte, dass es ein guter, sinnvoller, logischer Schritt sei.
Aber das würde die tieferliegenden Gründe und Mechanismen außer Acht lassen, die eine mindestens genauso große Rolle gespielt hatten:
Die (unbewusste) Angst, ihn sonst zu verlieren und die Unfähigkeit, für mich und meine Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen einzustehen.
Heute weiß ich, dass diese drei Aspekte natürlich zusammenhängen, denn wenn man Angst hat, jemanden zu verlieren, macht es Sinn, viel dafür zu tun, damit man diesen Menschen nicht verliert. Anpassung und das Hintenanstellen der eigenen Bedürfnisse ist dabei für viele Menschen die unbewusste erste Wahl, und unser Verstand ist dann Teil einer großartigen Kompensationsstrategie.
Eigentlich hatte ich schon seit ich denken konnte Schwierigkeiten in allen möglichen zwischenmenschlichen Beziehungen – auch wenn ich es früher nie so benannt oder wahrgenommen hätte. Nähe-Distanz-Dynamiken und emotionale Abhängigkeit waren mit ihren vielen Folgeerscheinungen mein ganzes Leben meine Normalität gewesen und äußerst selten erlebte ich das Gefühl, wirklich ICH sein zu können und damit angenommen, gesehen und wertgeschätzt zu werden.
Ein erster Schlüsselmoment war für mich der, als Anfang zwanzig mein damaliger Yogalehrer eines Tages von inneren Blockaden und Verhaltensmustern sprach und so etwas sagte wie:
„Wir alle tragen ungesunde Prägungen aus der Vergangenheit und somit innere Blockaden mit uns herum. Und wenn wir diese nicht auflösen, werden wir sie früher oder später an unsere Kinder weitergeben.“
Ich weiß noch, dass meine innere Reaktion damals ein schockiertes ‚Oh Gott, bloß nicht!‘ war.
In diesem Moment wurde mir das erste Mal so richtig bewusst, dass die Probleme, die ich bis dahin in meinem Leben hatte, wohl oder übel etwas mit meiner Kindheit zu tun haben mussten.
Und ich fasste – mehr unbewusst als bewusst – den festen Entschluss, dass ich alles Notwendige dafür tun würde, damit es meinen zukünftigen Kindern auf gar keinen Fall genauso ergehen würde, wie mir selbst.
Dies war der langsame Beginn eines langjährigen Prozesses, in dem ich in Kontakt kam mit Erinnerungen an meine Kindheit in einer religiösen Sekte, emotionale und ritualisierte körperliche Gewalt, Mobbing, traumatische Geburtserfahrungen, usw.
Zum Zeitpunkt meiner Heirat hatte ich zwar schon erste Schritte auf meinem Entwicklungsweg getan, aber diese frühe Trennung und die Tatsache, dass sich dann mit meinem neuen, jetzigen Partner schnell wieder alte Muster einschlichen, brachten mich dazu voll und ganz – und ganz gezielt – in die Persönlichkeitsentwicklung und Traumaarbeit einzutauchen.
Auch wenn ich den Weg vorwärts absolut noch nicht sehen konnte und nicht einmal Klarheit darüber hatte, was genau ich eigentlich wirklich wollte, hatte ich schon damals die tiefe Gewissheit und Überzeugung, dass eine andere, bessere Art von Beziehungen und Leben möglich sein musste..
Heute, insgesamt mehr als elf Jahre später, kann ich es manchmal gar nicht glauben, dass ich nun an meinem Kindheitstraumort zuhause bin, Menschen mich heute tatsächlich kennen, annehmen und schätzen und ich Tätigkeiten gefunden habe, die mir wirklich Freude machen, sich authentisch und integer anfühlen und mich tief erfüllen.
Und vor allem, dass die Beziehung zu meinem Partner nun von tiefer Verbundenheit, Nähe und Erfüllung geprägt ist und – was mich immer wieder am meisten überrascht – Leichtigkeit und Entspanntheit mittlerweile trotz ‚normaler‘ Auseinandersetzungen Grundzustände für und zwischen uns sind.
Mein Werdegang
- 2026: (i.A.) Grundlagenseminar BioLogisches Heilwissen – Rainer Körner
- 2024: NI Fachseminar 'Die Würde wiederfinden - Scham und Schuld traumasensibel begleiten' – Verena König
- 2023-2024: Zertifizierter Coach für NI Neurosystemischen Integration® | ganzheitlich-integrative Traumaarbeit – Verena König
- 2023: Einführung in Somatic Experiencing (SE)® (Intro) – BAPt e.V.
- 2023: Erlaubnis zur Tätigkeit als Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie – Bezirksamt Lichtenberg, Berlin
- 2022/23: Weiterbildung zur Heilpraktikerin Psychotherapie: Prüfungsvorbereitung – arche medica, Berlin
- 2020-2022: Zertifizierter Greator Life Coach – Greator GmbH
- 2020-2022: Seminar 'Schulmedizinische Grundlagen inkl. Praxiskurs Untersuchungstechniken' – arche medica, Berlin
- 2013-2016: Studium zur Staatlich Geprüften Übersetzerin – Euro Akademie Bamberg
... viele hunderte Stunden Selbsterfahrung und Selbststudium in den Bereichen Beziehungsarbeit, Kommunikation, Bindungstheorie, Traumaintegration, ganzheitliche Gesundheit und Spiritualität. Menschen, deren Arbeit mich auf diesem Weg maßgeblich begleitet und inspiriert hat, waren unter anderem Sheleana Aiyana (@risingwoman), Dr. Nicole LePera (@the.holistic.psychologist) und Verena König.
Außerdem nehme ich selbst weiterhin regelmäßig Selbsterfahrungs- und Begleitungsangebote von Coaches und Therapeuten in Anspruch.
